Dokumentenmappe und Schriftstück mit Siegelmarke

Zurückliegende Veranstaltungen


COMI (centre of main interest) – Rettungsanker oder Fußfessel?

5. September 2017

Das Institut für deutsches und ausländisches Sanierungs- und Restrukturierungsrecht (IDAS) hatte am 5. September 2017 in Kooperation mit Linklaters LLP zum Thema „COMI (centre of main interest) – Rettungsanker oder Fußfessel“ nach Frankfurt eingeladen.

Genügen die bisher entwickelten Abgrenzungskriterien, um eine verlässliche COMI-Bestimmung vorzunehmen? COMI Shifting als Gefährdung von Gläubigerinteressen – stimmt das? Diesen und weiteren Fragen wurde anhand konkreter Fallbeispiele auf den Grund gegangen und mit namenhaften Vertretern der Branche diskutiert:

Dr. Sabine Vorwerk, Linklaters LLP, Frankfurt/Main

Prof. Dr. Lucas Flöther, Flöther & Wissing, Halle (Saale)

Prof. Dr. Stephan Madaus, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

RiAG Dr. Holger Büttner, Abteilungsleiter Insolvenzabteilung am Amtsgericht Leipzig


Conference on the Impact of Brexit on cross-border bankruptcy practice

1. April 2017

Conference at the Humboldt-Universität zu Berlin

Though the details are not yet clear, Brexit will have a major impact on the shape cross-border restructurings and insolvencies in Europe and worldwide.  At the very least, the UK will no longer be governed by the European Insolvency Regulation.  As a result, schemes of arrangement originating in the UK will face additional uncertainties regarding recognition, while insolvency orders originating in the EU will no longer receive automatic recognition in the UK.  The looming question is,  how can these lacunae be bridged to facilitate orderly restructurings when, at the same time, the U.K. government is pronouncing that it will legislate in all relevant EU law. Questions like these will be discussed in a half-day conference at the HumboldtUniversität zu Berlin on April 1, 12 to 6pm. The event will be cost-free.
 
The agenda will be:
 
1. Recognition of Insolvency Proceedings post Brexit – where would we land?

- Prof. Irit Mevorach 

- Prof. John Pottow

- Prof. Stephan Madaus
 
2. Recognition of Insolvency Proceedings post Brexit – what should we try to negotiate – can UNCITRAL help?

- Prof. Ignacio Tirado

- Prof. Riz Mokal

- Prof. Edward Janger
 
3. Recognition of Pre-insolvency Schemes post Brexit - all fine anyway?

- Prof. Philip Wood

- Prof. Susan Block-Lieb

- Prof. Christoph Paulus
 
Sponsorship and support for this program provided by the International Insolvency Institute, the Humboldt-Universität zu Berlin and IDAS


Jahrestagung am 20. Juni 2016

Unter dem Titel "Vorinsolvenzliche Sanierungshilfen - Best Practices in Europa, Handlungsbedarf in Deutschland?" fand am 20.06.2016 die Jahrestagung in den Räumlichkeiten der IHK Halle-Dessau statt.

 

Stefan Sax (Clifford Chance, Frankfurt)
Rodenstock, APCOA, DTEK – Was sind die Erfolgsfaktoren eines Scheme of Arrangement?

Professor Dr. Christoph Paulus (Humboldt Universität zu Berlin)
Vorinsolvenzliche Sanierungsverfahren – Best Practices in England oder doch anderswo in Europa?

Hans Joachim Weidtmann (Commerzbank, Frankfurt)
Außergerichtliche Restrukturierungen in der Bankenpraxis – Bedarf es weiterer Tools?

Prof. Dr. Lucas Flöther (Flöther & Wissing Insolvenzverwaltung ∙ Rechtsanwälte ∙ Sanierungskultur)
Vorinsolvenzliche Sanierungshilfen – Spielfeld der Berater oder auch der Verwalter?

Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden
(Moderation: Professor Dr. Stephan Madaus, MLU Halle-Wittenberg)

INDat Report – Ausgabe 4_2016
Veranstaltungsbericht (PDF 296KB)

 

Foto: Björn Danzke


Podiumsdiskussion „Schutzschirme, Eigenverwaltung und Insolvenzpläne – erste Gehversuche nach dem ESUG“ 27. Januar 2016

Am 27. Januar 2016 hat das IDAS die aktuell einsetzende Diskussion um die Evaluation des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) aus dem Jahr 2012 zum Anlass genommen, die jüngste Spruchpraxis und die daraus folgende reichhaltige Erfahrung der Hallenser Gerichte mit dem reformierten Recht in das Zentrum seiner jüngsten Veranstaltung zu rücken. Mit dem VRiLG Wolfgang Ehm (LG Halle) und RiAG Lorenz Fölsing (AG Halle) waren gleich zwei Vertreter der Praxis anwesend, welche unter dem Titel: „Schutzschirme, Eigenverwaltung und Insolvenzpläne – erste Gehversuche nach dem ESUG“ die Herausforderungen schilderten, vor die das ESUG die Gerichte stellt. RiAG Fölsing machte dabei dem Publikum, das vor allem aus Richtern, Anwälten und Insolvenzverwaltern bestand, deutlich, dass die Hallenser Insolvenzrichter mit vorbereiteten Anträgen auf Eigenverwaltung sehr gute Erfahrungen gemacht haben und für vorbereitende Kommunikation zur Verfügung stünden. Auch sei man während des Verfahrens bemüht, Konflikte und Probleme im Interesse einer gesicherten Unternehmensfortführung mit den Beteiligten zu lösen. VRiLG Ehm schilderte anschließend die Erfahrungen des Landgerichts als Beschwerdegericht und fokussierte sich dabei vor allem auf die Erfahrungen mit der Entscheidung über die Eigenverwaltung im Verfahren über die MIFA AG. Er erläuterte dabei die Tatsachengrundlage und die Rechtsauffassung des Gerichts, die deutschlandweit Beachtung fand, und verteidigte letztere in überzeugender Weise gegen Kritik. Hierzu konnte er nicht zuletzt die sich anschließende Podiumsdiskussion nutzen, die den Anwesenden Gelegenheit zu Nachfragen und Stellungnahmen gab. Insgesamt hat sich gezeigt, wie vielfältig sich die Herausforderungen einer Unternehmenssanierung im Insolvenzverfahren auch aus Richtersicht darstellen. Das IDAS wird dieses Thema in seinen künftigen Veranstaltungen weiter verfolgen.

Veranstaltung am 27.01.2016

RiAG Lorenz Fölsing (AG Halle), Prof. Dr. Stephan Madaus (IDAS) und VRiLG Wolfgang Ehm (LG Halle), v.l.n.r.